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Wie du das Passiv richtig bildest

Der folgende Beitrag richtet sich an alle, die das Passiv richtig anwenden möchten, das heißt, die korrekte Passivsätze bilden wollen – aber nicht wissen wie

Du findest hier eine einfache Erklärung, was das Passiv ist und wie du richtige Passivsätze bilden kannst.

Was du über das Passiv wissen solltest 

Aktiv und Passiv sind zwei verschiedene Sichtweisen eines Vorgangs.

Im Aktivsatz fragen wir uns: Wer handelt hier? 

Das heißt, die handelnde Person (das Subjekt) steht im Vordergrund.

Im Passivsatz fragen wir uns: Was passiert hier? 

Hier wird die Handlung betont. Die handelnde Person (das Subjekt des Aktivsatzes) ist z.B. unwichtig oder unbekannt und wird daher meistens weggelassen.

Passivsätze findest du daher bei der der Beschreibung von Arbeitsvorgängen, Anleitungen, Regeln, Vorschriften und allgemeinen Aussagen.

Beispiel für einen Aktivsatz:

Der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage regnerisches, und teilweise extrem stürmisches Wetter voraus.

Beispiel für einen Passivsatz:

Für die Hochwassergebiete wurden freiwillige Helfer engagiert und Sandsäcke bereitgestellt.

 

Um dir die Unterscheidung von Aktiv und Passiv zu erleichtern, stelle ich dir hier eine Selbstlernübung zur Verfügung, die du wann und sooft du möchtest nutzen kannst.

 

Kostenloses Wissen - das Passiv

Die Formen des Passivs

Das Passiv wird gebildet aus der Konjugation von werden + Partizip II

(Futur I wird sehr selten benutzt, und Futur II gar nicht)

Die Formen des Passiv

Wie forme ich einen Aktivsatz in einen Passivsatz um?

Manchmal möchte oder muss man aus einem Aktivsatz einen Passivsatz bilden. Das kannst du ganz einfach folgendermaßen machen:

Aus dem Akkusativ im Aktivsatz wird der Nominativ im Passivsatz.

Beispiel:

Aktiv: Der Betriebsrat benachrichtigt mich.

Passiv: Ich werde vom Betriebsrat benachrichtigt. 

Ich könnte auch einfach sagen: Ich werde benachrichtigt. 

Doch wenn die Person oder Institution oder das Instrument wichtig ist oder du es besonders betonen möchtest, dann kannst du es mit einer Präposition einfügen.

Wie oben in meinem Beispielsatz: vom Betriebsrat.

Dabei gilt:

von + Dativ bei Personen, Institutionen (vom Betriebsrat)

durch + Akkusativ bei Instrument (durch den Newsletter)

 

 

Wie forme ich einen Aktivsatz in einen Passivsatz um, wenn es kein Akkusativobjekt im Aktivsatz gibt

Tja, auch das ist eine gute Frage. Denn nicht immer gibt es ein Akkusativobjekt in Aktivsatz.

Daher gilt: Wenn der Aktivsatz kein Akkusativobjekt enthält, kann es auch kein persönliches Subjekt im Passivsatz geben.

Dann benutzen wir es oder einen anderen Satzteil auf Position 1 im Hauptsatz.

Bei Sätzen ohne Subjekt steht das Verb in der 3. Person Singular.

Das sind dann subjektlose Passivsätze:

Es müssen viel mehr Wohnungen gebaut werden.

Viel mehr Wohnungen müssen gebaut werden.

In Nebensätzen mit Passiv fällt das unpersönliche es jedoch weg, weil die Konjunktionen (weil, da, wenn, als etc.) ja schon die erste Position im Nebensatz besetzen.

Beispiele:

Sie reagiert immer ruhig und besonnen, wenn ihr mitgeteilt wird, dass im Betrieb ein Fehler passiert ist.

Er war interessiert, als ihm zu einer Fortbildung geraten wurde.

Das Passiv mit Modalverben

Wie du dir sicherlich schon gedacht hast, gibt es auch Passivsätze mit Modalverben.

Die folgenden drei Tempora sind üblich:

Passivsätze mit Modalverben

Zur Erinnerung:

Das Modalverb steht mit einem Infinitiv am Ende des Satzes.

Beispiel:  Ich möchte heute noch lernen.

Achte hier im Passiv auf die Stellung des Modalverbs.

Was ist der Unterschied zwischen Vorgangs- und Zustandspassiv?

Nun kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt der Passivsätze.

Alles, was du bisher hier gelesen hast, das war alles Vorgangspassiv.

Schauen wir uns das mal genauer an:

Das Geschäft ist geschlossen.

Doch jetzt passiert etwas. – Zum Beispiel: Das Geschäft wird geöffnet.

Etwas ist nun passiert. – Zum Beispiel: Das Geschäft wurde geöffnet. Das Geschäft ist geöffnet worden.

Jetzt gibt es also einen neuen Zustand:

Das Geschäft ist geöffnet.

Die üblichen Formen des Zustandspassiv sind:

Das Zustandspassiv

Um dir die Unterscheidung von Zustands- und Vorgangs-Passiv zu erleichtern, stelle ich dir auch hier wieder eine Selbstlernübung zur Verfügung, die du wann und sooft du möchtest nutzen kannst.

Kostenloses Wissen - das Passiv

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Üben und natürlich viel Erfolg bei der korrekten Bildung von Passivsätzen!

Schreibe mir doch, wie du mit meinen Erklärungen und Übungen zurecht kommst. 

Lebe wunderbar, sei wunderbar,

Deine Beatrix

Wie du das Passiv richtig bildest

 

Ein schneller Weg um den Gebrauch der Präpositionen zu lernen – mit Selbstlernübungen

Dieser Beitrag ist für alle, die die Präpositionen richtig gebrauchen wollen – doch nicht genau wissen wie. 

Du erfährst hier, was du über die Präpositionen wissen solltest. 

Legen wir los! Weiterlesen

Bildbeschreibung mit Übungen

Die ultimative Anleitung der Bildbeschreibung 

Was ich dir in diesem Artikel zeigen werde, sind Redemittel, mit denen du Bilder, Fotos, Gemälde etc. so beschreiben kannst, so dass deine Gesprächspartner eine genaue Vorstellung von dem bekommen, was du gesehen hast.

Stell dir vor, du besuchst ein Museum und bist fasziniert von einem bestimmten Bild oder Gemälde. Danach triffst du dich mit Freunden und möchtest deine Begeisterung von diesem künstlerischen Werk weiter geben. 

Dazu benötigst du bestimmte sprachliche Redewendungen und Wortschatz, um das Bild beschreiben zu können. Im Folgenden zeige ich dir Redemittel, um ein Bild oder ein Foto zu beschreiben.

Die beste Methode um ein Bild zu beschreiben

Du erzählst als erstes, von wem das Werk ist, welchen Titel es hat und zu welcher Zeit es entstand. Das sind die Fakten. 

Zum Beispiel:

Das Bild, das mich so fasziniert hat, stammt von ……..       

Sie/Er hat es im Jahr …….. gezeichnet.

Und der Titel ist (speziell, ungewöhnlich, eigentlich banal …),

er lautet ….

 

Nun steigst du ein und nennst die offensichtlichen Dinge. Das, was du auf den ersten Blick erkennen kannst.

Siehst du eine Landschaft und/oder Personen und/oder Dinge?Bildbeschreibung

Und wo sind diese zu sehen?

 

Oder ist es ein abstraktes Bild?

Im Vordergrund ist ein ….

Im Hintergrund kann man … sehen.

In der Mitte steht / liegt ….

Rechts und links davon gibt es ….

 

Um das Bild oder Foto genauer zu beschreiben, benötigst du Adjektive um zu sagen, wie die Dinge sind. 

Zur genaueren Bildbeschreibung kannst du exemplarisch folgenden Wortschatz benutzen

Farbwörter: weiß, grau, schwarz, gelb, beige, rosa, orange, pink, hellrot, knallrot, hellblau, dunkelblau, königsblau, lila, violett, purpur, braun …farbig, bunt, glänzend, leuchtend …

Größe: klein, groß, riesig, zierlich, winzig, hoch, lang, dick, dünn, weit, tief, fein, schlank, zart, kümmerlich, mickrig, putzig …

Form: quadratisch, rund, rechteckig, gezackt, spitz, gewellt, breit, schmal …

Siehe dir zur Erweiterung deines Formwortschatzes auch die Selbstlernübung zu geometrischen Figuren  an (einfach anklicken und zuordnen):

Bildbeschreibung: Geometrische Figuren

Personen: Alter, Geschlecht, Körperstatur (hager, schlank, schmächtig, sportlich, muskulös, korpulent, übergewichtig …) Gesichtsfarbe (blass, gebräunt, gerötet …) Haarfarbe ( blond, brünett, rot, schwarz, grau, weiß …) Haare (lockig, gewellt, glatt, Zöpfe, Glatze, Geheimratsecken …) Bart (Vollbart, Kinnbart, Dreitagebart, Schnäuzer, rasiert …) Augen ( Augenfarbe, Augenform, Augenbrauen, Wimpern …) Kleidung (Hose, Rock, Kleid, Anzug, T-Shirt, Mütze, Kappe, Hut, Schuhe, Stiefel, Sandalen,  Jacke, Mantel …) Schmuck (Ohrring, Piercing, Halskette, Fingerring, Armreif …) Tätowierung, Utensilien (Handtasche, Brille, Koffer, Stock …) 

Siehe dir zur Erweiterung des Körperwortschatzes folgende Selbstlernübung zu Körperteilen an: 

Bildbeschreibung: Körperteile

 

Landschaft: Gebirge, Berg, Hügel, Fels, Meer, Strand, Fluss, Ufer, Bach, Rinnsal, See, Teich, Weiher, Steppe, Heide, Wüste, Sand, Wald, Regenwald, Tropen, Pflanze, Blume, Stiel, Dorn, Gebüsch, Busch, Baum, Zweig, Ast, Blatt, Gras, Weide, Stadt, Dorf, Gletscher, Eisberg …

Tiere: Säugetiere, Insekten, Raubtiere, Vögel, Reptilien, Nagetiere, Raupen, Schmetterlinge, Fische, Seesterne, Quallen, Haustiere, Nutztiere …

Natürlich gibt es noch viel, viel mehr zu beschreiben, wie z.B. das Wetter, und die unterschiedlichen (Blüh-) Pflanzen und und und

 

 

Doch nun kommen wir zu deinen Gefühlen. Du benutzt deine Augen nicht mehr. Du schaust nun nicht mehr nach außen, sondern nach innen.

Für die Bildbeschreibung gehst du jetzt nach innen und beschreibst deine Innenwelt

Du fragst dich, wie wirkt dieses Bild auf mich. Welches Gefühl löst es bei mir aus. Welche Stimmung vermittelt es bzw. ruft es hervor. 

Folgenden Wortschatz kannst du exemplarisch benutzen: 

Ruhe: ruhig, still, leise, friedlich, sanft, zart, entspannt, gemütlich, langsam, geordnet, harmonisch, unbeweglich, leidenschaftslos, glatt, starr …

Unruhe: lebendig, wild, dynamisch, leidenschaftlich, lebhaft, eindringlich, kraftvoll, farbenfroh, ausdrucksstark, anregend, spannend, stürmisch, heftig ….

Freude: paradiesisch, glücklich, freudig, fröhlich, liebenswert, lustig, hell, heiter, vergnügt, leicht, humorvoll, komisch, witzig, amüsant, übermütig …

Traurigkeit: traurig, melancholisch, betrübt, benommen, zaghaft, ängstlich, unglücklich, bedrückt, schwermütig, düster, niedergeschlagen ….

….

Zu einer Bildbeschreibung gehört auch deine Interpretation

Was wollte oder will der Maler oder Fotograf mit seinem Werk ausdrücken? Was will er vermitteln? Worum geht es ihm? Möchte er etwas in dir bewirken?

Da du dies natürlich nicht genau wissen kannst, wirst du Vermutungen anstellen:

Wahrscheinlich/ Möglicherweise/ Vielleicht/ Eventuell ….

Wenn ich es vergleiche mit …, dann ….

Ich (persönlich) denke/ glaube/ vermute/ nehme an, bin überzeugt, dass…

Es könnte sein, dass ….

Es erinnert mich an …

Ich finde es interessant, dass … 

Es wundert mich (nicht), dass … 

Ich habe (nicht) den Eindruck, dass …

 

Möglicherweise möchtest du das Bild/ Foto auch bewerten. Du hast dich intensiv mit dem Werk auseinandergesetzt und dir eine Meinung dazu gebildet, die du auch begründen kannst.

Bildbeschreibung: Meine Bewertung

Mir gefällt dieses Bild ausgesprochen / ausnehmend / besonders / sehr/ gar nicht / überhaupt nicht / gut, weil …

Dir ist sicherlich aufgefallen, dass du, um ein Bild, ein Foto genau beschreiben zu können, du es genau betrachten musst.

Ein flüchtiger Blick reicht nicht aus, um etwas anschaulich zu beschreiben, sowie einfach und klar wiederzugeben.

Im Prinzip ist es eine Kunst, etwas so zu beschreiben, dass beim Zuhörer ein Bild im Kopf entsteht. Und zwar ein Bild, das deinem nahe kommt.

Vielleicht hast du es auch geschafft, dass deine Zuhörer Lust bekommen haben, sich dieses Bild / Foto selbst einmal anzuschauen.

Alles in allem schlägst du mit einer Bildbeschreibung mehrere Klappen.

Mit einer Bildbeschreibung schärfst du nicht nur deine Wahrnehmungs- und  Beobachtungsgabe, sondern du wirst auch deutlich präziser in der Wahl deiner Worte und verständlicher für deine Zuhörer.

Zusätzlich vergrößerst und verfeinerst du damit deinen Wortschatz und dein Repertoire an Ausdrücken und Redewendungen.

 

Dies ist, wie du sicherlich schon bemerkt hast, ein klares Plädoyer für die Beschäftigung mit Bildbeschreibungen. Nicht allein um deine deutschen Sprachkenntnisse auf ein höheres Niveau zu heben. Auch der Spaß und die Freude, sich mit schönen Dingen zu beschäftigen, kommt dabei nicht zu kurz.

Ich wünsche dir viel Vergnügen dabei!

Warst du in letzter Zeit in einem Museum und hast ein interessantes Bild oder Gemälde gesehen? Gab es ungewöhnliche Details?

Berichte doch hier im Kommentarfeld über deine Erlebnisse und Erfahrungen.

Lebe wunderbar, sei wunderbar

Deine Beatrix

 

Die ultimative Anleitung der Bildbeschreibung

Blog Deutsch für Fortgeschrittene

Die Adjektivdeklination

Ziehst du dich gerne schön an? So, dass alles z.B. farblich aufeinander abgestimmt ist? Dass alles zueinander passt? Ja?! Dann ist die Adjektivdeklination genau richtig für dich. Weiterlesen