Studieren in Deutschland von A-Z

Studieren in Deutschland von A – Z

Du möchtest in Deutschland studieren und brauchst noch ein paar Informationen? Dann bist du hier richtig.

Hier gibt es Informationen für ein Studium in Deutschland von A – Z.

“Studieren in Deutschland” ist, soweit ich weiß, die umfangreichste Sammlung an Stichworten zu einem Studium in Deutschland in einem Blogartikel.

Schön übersichtlich, alles auf einen Blick.

Legen wir los!

Studieren in Deutschland – Buchstabe A

Anwesenheitspflicht

Obwohl die Anwesenheit in Seminaren und Vorlesungen keine Pflicht ist, wird sie doch gewünscht. 

Übrigens in den Hauptseminaren ist die Anwesenheit fast überall obligatorisch.

Auswahlverfahren

Einige Studienfächer sind in Deutschland zulassungsbeschränkt, d.h. sie sind nicht für alle Studierenden verfügbar. Daher unterliegen sie einem Zulassungsverfahren (Auswahlverfahren), da nur eine begrenzte Anzahl an Studienplätzen für ein bestimmtes Studienfach zur Verfügung stehen.

Das wesentlichste Auswahlkriterium ist die Abiturnote. Als weiteres Auswahlkriterium kommt die Wartezeit hinzu. Darüber hinaus haben die Hochschulen die Möglichkeit ihre Studierenden selbst auszuwählen durch fachspezifische Eignungstests, Auswahlgespräche etc.

Aufbaustudium

Ein Aufbaustudium (postgraduales Studium) setzt ein erfolgreich abgeschlossenes Studium voraus. Das Ziel eines Aufbaustudiums ist ein weiterer akademischer Grad. Typische postgraduale Studiengänge sind ein Masterstudium oder ein Promotionsstudium.

Studieren in Deutschland – Buchstabe B

Beurlaubung

Du kannst dich für ein ganzes Semester von den Lehrveranstaltungen beurlauben lassen, wenn du wichtige persönliche Gründe, wie z.B. Krankheit und Mutterschaft, oder studienbezogene Gründe wie z.B. Praktikum, Auslandsstudium anführst. Diese Beurlaubung musst du beantragen. In diesem Zeitraum brauchst du keine Studienbeiträge zahlen oder Leistungsnachweise erbringen. 

Rückwirkende Beurlaubungen sind übrigens nicht gestattet.

Bewerbung um einen Studienplatz

Wer sich an einer deutschen Hochschule bewerben möchte, sollte zuerst folgende drei Fragen beantworten:

  1. Welches Fach möchte ich studieren?
  2. Wo habe ich meinen Schulabschluss gemacht?
  3. Welchen Hochschulabschluss möchte ich erreichen?

Daraus ergeben sich drei weitere Fragen:

  1. Welche Voraussetzungen sind für meinen Wunsch-Studiengang zu erfüllen?
  2. Wo und wann muss ich mich bewerben? 
  3. Welche Unterlagen muss ich vorweisen?

Da die Bewerbungsverfahren an den deutschen Hochschulen unterschiedlich sein können (z.B. Bewerbungsfristen), ist es ratsam sich an der Universität der Wahl zu erkundigen. 

Eine erste Adresse für ein Studium in Deutschland ist das Akademische Auslandsamt, auch International Office genannt.

Studieren in Deutschland – Buchstabe C

Campus

Campus (lat., Feld)  bedeutet im Hochschulbereich die Gesamtanlage bzw. Zusammenfassung von Lehr- und Forschungseinrichtungen mit Wohnraum für Lehrende und Studierende, sowie Bibliotheken, Cafés und Grünanlagen. Nicht alle Universitäten in Deutschland sind als Campus konzipiert.

Cum laude

In Deutschland existieren für die Promotion besondere Bewertungsstufen:

summa cum laude = mit höchstem Lob

(was einer o,5 – 0,7 entspricht)

magna cum laude = mit großem Lob

(was einer 1 entspricht)

cum laude = mit Lob

Summa cum laude wird eher selten vergeben.

Studieren in Deutschland – Buchstabe D

Dekan

Der Dekan ist der “Organisator” des Fachbereichs oder der Fakultät. Er erarbeitet den Entwicklungsplan der Fakultät, entscheidet über die Verteilung der Stellen, Mittel und Räume etc.

Diplom

Ein Diplom ist ein akademischer Grad, wenn er mit der Angabe eines Faches verbunden ist, wie z.B. Diplom-Ingenieur. Seit 2010 laufen die Diplomstudiengänge jedoch weitestgehend aus und werden durch Bachelor und Master ersetzt.

Diploma Supplement

Die internationale, englischsprachige Anlage zum Abschlusszeugnis nennt sich Diplom Supplement. 

Sie informiert über die besuchte Hochschule nebst nationalem Hochschulsystem, über die von einem absolvierten Studieninhalte mit den erworbenen Qualifikationen.

Duales Studium

Ein duales Studium besteht aus zwei Teilen: Theorie und Praxis.

Im Wechsel von ca. 3 Monaten werden Vorlesungen an der Hochschule besucht und eine Ausbildung in einem Betrieb absolviert, mit dem man einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat.

Da die Studierenden ein Ausbildungsgehalt erhalten, lernen und verdienen sie gleichermaßen.

 

 

Studieren in Deutschland – Buchstabe E

Eignungsprüfung 

Bei bestimmten Studiengängen wie z.B. Kunst oder Sport wird mittels einer Eignungsprüfung festgestellt, ob die Studieninteressierten die künstlerischen oder sportlichen Voraussetzungen ihres Wunschstudiums erfüllen.

E-Learning

Das elektronisch unterstützte Lernen, auch Online-Lernen oder computergestütztes Lernen, bezeichnet alle Formen des Lernens, in denen elektronische bzw. digitale Medien, Werkzeuge und Informationen zum Einsatz kommen. E-Learning ist an vielen Universitäten zu finden.

E-Portfolio

Ein E-Portfolio ist eine elektronische Sammelmappe, mit der der eigene Lernprozess dokumentiert, reflektiert und präsentiert werden kann. Man könnte es auch als „Schatzkästchen“ bezeichnen, da darin die besten Arbeiten und Tätigkeiten gesammelt werden.

Erasmus

Das europäische Hochschulprogramm Erasmus hat die europäische Zusammenarbeit der Hochschulen zum Ziel. Dies wird durch Auslandssemester für Studierende realisiert, die dadurch Auslandserfahrungen sammeln können.

Examensarbeit

Eine Examensarbeit ist fast immer Teil der Prüfungen. Sie ist eine Abschlussarbeit und umfasst ca. 100 Seiten.

Exmatrikulation

Abmeldung von der Hochschule

Studieren in Deutschland – Buchstabe F

Fachschaft 

Fachschaften sind studentische Vertretungen für die Fachbereiche (FB) einer Hochschule, deren Mitglieder von den Studierenden gewählt werden. Sie setzen sich für studentische Interessen ein und sind Ansprechpartner bei Fragen und Problemen. Außerdem organisieren sie Einführungs-veranstaltungen für Erstsemester und vieles mehr.

Forschungssemester

Professoren bilden sowohl Studenten aus und betreiben auch Forschung. Das Forschungssemester kann zu eigenen Forschungen und Studien, häufig in Verbindung mit einem Auslandsaufenthalt, genutzt werden.

Frauenbeauftragte

Eine Frauenbeauftragte oder auch Gleichstellungsbeauftragte ist in eine Person, die mit der Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Institutionen und Unternehmen befasst ist.

Fußnote

Eine Fußnote ist eine Anmerkung zu einem Text, die mit Hilfe einer hochgestellten Ziffer, aus dem Fließtext ausgelagert wird, um ihn flüssig lesen zu können. Die Fußnote kann eine Quellenangabe, ein Zitat, eine weiterführende Bemerkung, ein Hinweis zu einer Textstelle oder visuellen Darstellung sein.

Studieren in Deutschland – Buchstabe G

Gasthörer 

Wer in ein Studienfach einfach mal hineinschnuppern möchte, kann als Gasthörer zugelassen werden. Für die Zulassung ist keine Fachhochschulreife notwendig. Prüfungen werden als Gasthörer nicht abgelegt. Für das Studium von Gasthörern wird ein Semesterbeitrag erhoben. 

Geisteswissenschaften 

Die Geisteswissenschaften sind die Wissenschaften, die sich mit der „geistigen“ Welt, der Weiterentwicklung des Geistes befassen. Dazu gehören z.B. Sprachwissenschaften, Philosophie und Soziologie. 

Gremium 

Wenn du als Studierende*r an der Universität mitbestimmen möchtest, dann kannst du dies in einem Gremium tun. Du kannst auch an mehreren Gremien teilnehmen. 

Grundstudium 

Dies war früher die Bezeichnung für den ersten Studienabschnitt, der meist mit einer Zwischenprüfung oder einem Vordiplom abgeschlossen wurde. Heute spricht man von einem Grundständigen Studium, das mit einem Hochschulabschluss absolviert wird. Das Diplom- und das Bachelorstudium zählen dazu. 

Ein Masterstudium setzt dagegen einen Hochschulabschluss voraus. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe H

Hausarbeiten 

Hausarbeiten sind wissenschaftliche Arbeiten in Seminaren. Studierende zeigen damit, dass sie bestimmte Themen selbständig er- und bearbeiten können und ihre Ergebnisse sowohl in schriftlicher (ca. 15 bis 25 Seiten) als auch mündlicher Form (Referat) vorstellen können. 

Hochschulabschluss 

Ein Hochschulabschluss ist der akademische Grad nach einem Hochschulstudium. Er kann von einer Universität, Technischen oder Kunsthochschule, sowie von Fachhochschulen und staatlich anerkannten Hochschulen verliehen werden. 

Hochschulzugangsberechtigung 

In Deutschland erwirbst du mit einem Abitur die Berechtigung an einer Hochschule zu studieren. Wer kein deutsches Abitur hat, muss nachweisen, dass er eine Bildung gleichwertig dem deutschen Abitur besitzt. 

Hier in diesem Informationsportal zu ausländischen Bildungsabschlüssen kannst du feststellen, wie dein ausländischer Hochschulabschluss in Deutschland bewertet wird.

Hörsaal 

Dies ist der Raum, in dem größere Vorlesungen stattfinden. Hochschullehrer (Lehrbeauftragte, Professoren) halten hier ihre Vorlesungen, vor – wenn man Pech hat – Hunderten von Studenten. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe I

Interdisziplinär 

Wenn zwei oder mehrere wissenschaftliche Fachbereiche zusammenarbeiten, spricht man von einer interdisziplinären, fächerübergreifenden Arbeitsweise. Da Fragen der Forschung häufig nicht erschöpfend aus einer Disziplin beantwortet werden können, empfiehlt sich die Zusammenarbeit zwischen (inter) den Fächern. 

Interkulturelle Kompetenz 

Interkulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit, mit Menschen aus anderen Kulturen sowohl gut arbeiten als auch gut leben zu können. Das heißt, unterschiedliche Wertvorstellungen und Einstellungen zu kennen und damit umgehen zu können. 

Immatrikultation 

Die Einschreibung, Immatrikulation an einer Hochschule ist Voraussetzung um an den Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Für die Immatrikulation gibt es spezielle Termine! 

Institut 

Ein Institut ist eine Organisationseinheit einer Hochschule oder Fakultät, z.B. Orientalisches Institut der Universität Leipzig 

Studieren in Deutschland – Buchstabe J

Jobs 

Studierende können regelmäßig jobben, jedoch nicht mehr als 20 Stunden die Woche während der Vorlesungszeit, sonst verlieren sie den Studierendenstatus. Auch ein Vollzeitjob für einige Wochen während der vorlesungsfreien Zeit ist erlaubt. 

Jobbörse 

Es gibt viele online-Jobbörsen. Die Jobbörse monster.de bietet unter anderem auch einen Service für Studenten und Berufseinsteiger. 

Auch für Praktika, Ausbildungen und Abschlussarbeiten ist dies eine gute Adresse. 

Junior Consultant Network (JCNetwork) 

Dies ist ein Netzwerk von studentgeleiteten Unternehmensberatungen an Universitäten. 

Juniorprofessur 

Eine Juniorprofessur ist ein Weg hin zur Habilitation, hin zur Professur. Junge Wissenschaftler mit hervorragender Promotion können sich mit einer Juniorprofessur, als Alternative zu einer Habilitation durch Forschung und Lehre an einer Hochschule qualifizieren. Nach sechs Jahren kannst du dich dann auf eine Professorenstelle bewerben. 

Juniorstudium 

Ein Juniorstudium ist für besonders begabte SchülerInnen gedacht. Es ist eine Art Förderprogramm von Universitäten und Fachhochschulen für leistungsstarke SchülerInnen. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe K

Klausur 

Eine schriftliche Prüfung, die unter Aufsicht innerhalb einer bestimmten Zeit, zeitgleich mit anderen Teilnehmern, geschrieben wird und zur Leistungskontrolle dient. 

Kolleg 

Ein Bildungsgang des zweiten Bildungsweges. Wer eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, kann auf einem Kolleg, nach einer Eignungsprüfung oder einem Vorkurs, eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife absolvieren. 

Kolloquium 

Ein Kolloquium (lat. colloquium: Gespräch, Unterredung) ist ein wissenschaftliches Gespräch unter Fachleuten im akademischen Bereich. Zum Beispiel tauschen sich Doktoranden in Kolloquien über ihre wissenschaftlichen Arbeiten aus. Dieser Begriff wird auch für bestimmte mündliche Prüfungen verwendet. 

Kommilitone 

Ein Kommilitone ist ein/e Mit-Studierende/r. 

Konsekutive Masterstudiengänge 

Dies sind Studiengänge, die direkt im Anschluss an ein Bachelorstudium absolviert werden können. Die Studierenden müssen nicht, wie bei weiterbildenden Musterstudiengängen, über Berufserfahrung verfügen. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe L

Latinum 

Das Latinum ist ein Nachweis über Lateinkenntnisse, der für manche Studienfächer Voraussetzung ist. Das Latinum kann bereits in der Schule erworben werden.

Lehrbeauftragte/r 

Dies sind Personen, die an einer Hochschule unterrichten ohne dort fest angestellt zu sein. Die Lehrbeauftragten arbeiten auf Honorarbasis. Durch die große Anzahl von Lehrbeauftragten ist es den Hochschulen möglich ein vielfältiges Studien-Angebot zu unterbreiten. 

Lehrstuhl 

Ein Lehrstuhl ist eine Planstelle an der Hochschule für Professoren. Sie können über finanzielle und personelle Mittel verfügen. Somit ist ein Lehrstuhl als Synonym für alle Mitarbeiter und Mittel eines Professors anzusehen. 

Lernen 

Unser Gehirn macht nichts lieber als Lernen! Allerdings lernen wir Menschen sehr unterschiedlich. Es gibt verschiedene Lerntypen (auditive/visuelle/kinäthetische bzw. haptische) und es ist äußerst nützlich zu wissen, welcher Lerntyp man ist. Denn nur dann ist effektives Lernen möglich. 

 

 

Studieren in Deutschland – Buchstabe M

Matrikel 

Lateinisch Liste = Verzeichnis der Studierenden an der Hochschule 

Immatrikulation = Einschreibung in diese Liste 

Matrikelnummer 

Mit der Immatrikulation erhält jede/r Studierende/r eine Nummer, die neben dem Namen zur Identifizierung dient. Auf manchen Formularen muss man sie angeben. Sie steht auch auf dem Studentenausweis. 

Mensa 

Die Mensa ist das Mittags-Restaurant oder besser die Kantine der Hochschule. Sie wird staatlich subventioniert und das Essen ist dadurch kostengünstig. Ein guter Treffpunkt um sich mit Kommilitonen zu treffen. 

Motivationsschreiben 

Immer häufiger werden Motivationsschreiben für Master- und auch gelegentlich für Bachelorstudiengänge verlangt. Die Hochschulen möchten ihre Studierenden heraussuchen können. Doch solch ein Schreiben zu verfassen ist nicht ganz einfach. 

Wie ein Motivationsschreiben abgefasst werden kann, wird in diesem Artikel sehr gut verdeutlicht: 

Wie sag ich’s nur? Motivationschreiben für ein Studium. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe N

Nachfrist 

Solltest du vergessen haben, dich an der Uni innerhalb der vorgesehenen Frist zurückzumelden, bekommst eine du eine Nachfrist eingeräumt. Du musst jedoch eine Säumnisgebühr entrichten. 

Nachrückverfahren 

Im Nachrückverfahren werden Studienplätze verteilt, die nicht vergeben oder nicht angenommen wurden. Sollten dann immer noch Studienplätze frei sein, werden sie im Losverfahren ermittelt. 

Nachschlagewerk 

Typische Nachschlagewerke sind Lexika und Enzyklopädien, die in Buchform oder elektronischer Form existieren und einen schnellen Zugang zu Wissen erlauben. Sie sind somit wichtige wissenschaftliche Hilfsmittel. 

Nobelpreis 

Der Nobelpreis ist eine seit 1901 von dem Schweden Alfred Nobel jährlich vergebene Auszeichnung. Er gilt als der höchste Preis in wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen wie z.B. Physik, Medizin, Chemie usw. 1980 gründete Jakob von Uexküll den Right Livelihood Award. Im deutschen Sprachraum wird er als Alternativer Nobelpreis bezeichnet. Er ist eine Auszeichnung für die Gestaltung einer besseren Welt. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe O

Orchideenfach 

Dies ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Lehrfächer, die ungewöhnlich sind und selten von Studierenden nachgefragt werden. Sie haben ausgefallene Inhalte und werden daher von wenigen Universitäten angeboten. Orchideenfächer bieten aufgrund der geringen Nachfrage eine gute Betreuung und eine hohe Spezialisierung. 

Orientierungsveranstaltungen 

Diese meist von den Fachschaften organisierten Veranstaltungen sind ein MUSS für alle, die anfangen zu studieren. Hier bekommen die Erstsemester eine Orientierungshilfe, WIE WAS an der Uni funktioniert, WEN man bei Fragen ansprechen kann, WO man kopieren kann etc. Absolut empfehlenswert! 

Ortswechsel 

Wenn du von einer Hochschule zu einer anderen wechseln möchtest, solltest du dich informieren, ob die Studieninhalte an beiden Hochschulen identisch sind. Außerdem musst du darauf achten, dass manche Studiengänge nur zum Wintersemester beginnen und ein Wechsel aus einer anderen Studienstruktur nicht möglich ist. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe P

Party 

Ein Studium macht Spaß, wenn es nicht nur aus Lernen und Jobben besteht. Daher werden von Fachschaften und Studierendenvertretungen regelmäßig einmal im Semester Partys veranstaltet. Am besten achtest du auf Plakate oder informierst dich bei den Kommilitonen! 

Praktikum 

Ein Praktikum (Pl. Praktika) ist in einigen Fächern Pflicht. Am besten liest du frühzeitig in der Prüfungsordung nach, ob ein Praktikum in deinem Fach verlangt wird, damit du dich rechtzeitig um einen Praktikumsplatz bewerben kannst. Aber auch wenn nicht ausdrücklich ein Praktikum verlangt wird, macht es sich gut im Lebenslauf und erleichtert möglicherweise den späteren Berufseinstieg. 

Promotion 

Die Promotion ist die Verleihung des akademischen Doktorgrades in einem Studienfach. Damit wird die Fähigkeit zur vertieften wissenschaftlichen Arbeit bescheinigt. Die Promotion besteht aus einer schriftlichen, wissenschaftlichen Arbeit, genannt Dissertation und einer mündlichen Prüfung, genannt Rigorosum. 

Die Personen, die eine Promotion anstreben und die von einer promotionsberechtigten Institution dazu geeignet befunden werden, sind Doktorandinnen bzw. Doktoranden. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe R

Ranking 

Ein Hochschulranking (Neudeutsch :-)) ist eine Bewertung der Qualität der Hochschulen anhand verschiedener Kriterien. Es kann als Informationsquelle und Entscheidungshilfe für Abiturienten und angehende Studenten, sowie für Arbeitgeber dienen. 

Jedoch bemängeln Kritiker die Rankings nicht nur wegen ihrer methodischen Mängel, mangelhafter Datengrundlagen, sondern auch aufgrund ihrer teils stark verallgemeinernden Aussagen. 

Referat 

Ein Referat ist ein von Studierenden eigenständig erarbeitetes Thema, das sie in einem Seminar präsentieren. 

Häufig schließt sich daran eine schriftliche Hausarbeit an. 

Ringvorlesung 

Eine Ringvorlesung ist eine besondere Art der Vorlesung. Hier präsentieren verschiedene Dozenten, auch aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Hochschulen, abwechselnd ihr Wissen zu einem bestimmten Thema. 

Rückmeldung 

Alle, die an der Hochschule weiter immatrikuliert bleiben möchten, müssen sich zu jedem neuen Semester zurückmelden. Dazu gilt es, die Rückmeldefristen zu beachten. 

Die Rückmeldung erfolgt durch Überweisung des Sozialbetrags für das Studentenwerk und des Semesterbeitrages für den AStA (evtl. mit Semesterticket). 

Studieren in Deutschland – Buchstabe S

Seminar 

Ein Seminar ist eine kleine, feine Lehrveranstaltung (ca. 20-30 Studierende) zu einem bestimmten Thema, das durch Referate und Hausarbeiten vertieft und diskutiert wird. Seminare können auch als Blockveranstaltung stattfinden. 

Stipendium 

Ein Stipendium ist eine finanzielle Unterstützung, die vom Bund und einzelnen Bundesländern, als auch von verschiedenen Organisationen angeboten wird. Häufig werden gute Leistungen oder gesellschaftliches Engagement verlangt. Eine Hilfe zur Auswahl findest du bei mystipendium.de

Studentenwerksbeitrag 

Der Studentenwerksbeitrag – auch Sozialbeitrag oder Semesterbeitrag genannt – ist eine finanzielle Leistung, die bei der Rückmeldung zur Uni fällig wird. Damit werden die Leistungen des Studentenwerks (Mensa, Cafeteria etc.), aber auch das Semesterticket bezahlt. 

Studienkolleg 

Studienkollegs sind Bildungseinrichtungen für ausländische Studienbewerber, deren Hochschulzugangsberechtigung nicht als dem deutschen Abitur gleichwertig anerkannt wird. Das Studienkolleg hat eine Brückenfunktion, da es Vorbereitungskurse anbietet, die helfen, aus der akademischen Kultur des Heimatlandes in die deutsche akademische Kultur zu gelangen. Gute Übersicht dazu hier: studienkollegs

 

 

Studieren in Deutschland – Buchstabe T

Talar 

Der Talar ist ein traditionelles Amts- bzw. Festgewand von ProfessorInnen bei Feierlichkeiten, wird seit 1968 jedoch praktisch nicht mehr verwendet. Damals protestierten die Studierenden gegen „den Muff von tausend Jahren unter den Talaren“. 

Teilzeitstudium 

Berufstätige und allein erziehende Studierende haben in der Regel wenig Zeit und so erlauben daher manche Universitäten ein Studium halbtags zu absolvieren 

TestDaF

Der Test Deutsch als Fremdsprache, kurz: TestDaF ist ein standardisierter Sprachtest um die sprachlichen Fähigkeiten von ausländischen Studienbewerbern, die in Deutschland studieren möchten oder die einen Nachweis ihrer Sprachkenntnisse benötigen, zu testen. Der TestDaF wird von einem speziell eingerichteten Institut in Deutschland zentral entwickelt, korrigiert und an zahlreichen Testzentren im Inland und im Ausland abgenommen.

Was genau der TestDaF prüft, erfährst du in meinem Blogbeitrag Die TestDaF Prüfung

Trimester 

In Deutschland wird das Studium hauptsächlich in Semester, in Studienhalbjahre unterteilt. Es gibt allerdings auch einige Universitäten, die das Studium dreiteilen, genannt Trimester. 

Tutorium 

Ein Tutorium ist ein begleitender Kurs zu einer Vorlesung. Geleitet wird das Tutorium von einem Tutor (lat. Beschützer, Vormund). Tutoren können wissenschaftliche Mitarbeiter oder Studierende aus höheren Semestern sein, die Studierende beim Studium als Lernbegleiter zur Seite stehen. Im Tutorium werden somit Fragen gestellt und beantwortet. 

Je nach Qualifikation und Engagement kann in einem Tutorium mehr verstanden werden als in der dazugehörigen Vorlesung. Von daher hat ein Tutorium auch eine Brückenfunktion. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe U

Übung 

Da die meisten Vorlesungen sehr theoretisch gehalten sind, werden auch Übungen dazu angeboten. Hier kann mithilfe von konkreten Aufgaben die Anwendung bzw. der Transfer des behandelten Stoffes aufgezeigt und geübt werden. 

Uni-Assist e.V. 

Uni-Assist ist ein eingetragener Verein, dem über 100 deutsche Hochschulen, die HRK und der DAAD angehören. Er erleichtert internationalen Studienbewerbern die Bewerbung an deutschen Hochschulen und entlastet die Hochschulen bei der Auswahl ihrer ausländischen Studierenden.
Mehr dazu hier: www.uni-assist.de 

Universitätsbibliothek 

Die Universitätsbibliothek – kurz UB – ist eine fächerübergreifende Bibliothek der gesamten Hochschule. Zusätzlich dazu haben aber auch viele Fakultäten oder Institute ihre eigene Bibliothek. 

Urlaubssemester 

Ab und zu kann es vorkommen, dass man sein Studium unterbrechen muss. Wichtig ist, was bei der Unterbrechung alles beachtet werden muss. Zum Beispiel: Wie beantrage ich ein Urlaubssemester? Wie lange kann ein Studium unterbrochen werden? Gibt es bestimmte Fristen? Bin ich im Urlaubssemester krankenversichert? Darf ich während des Urlaubssemester an Prüfungen teilnehmen. Wie sieht meine Finanzierung in dieser Zeit aus? Und, und, und …. 

Informationen zu demThema findest du unter dieser Adresse: FAQ zu Urlaubssemester 

Studieren in Deutschland – Buchstabe V

Versicherung 

Wie alle anderen Bürger sind auch Studierende in Deutschland in der Kranken- und Pflegeversicherung versicherungspflichtig. Als Studienanfänger ist man meistens über die Eltern versichert. Bei wem das nicht zutrifft, dem bieten die Krankenversicherungen ein günstigen Studierendentarif an. Detaillierte Informationen gibt es hier: 

StudInfo/Versicherungen

Vorlesung 

Die Vorlesung ist eine Lehrveranstaltung, die der Vermittlung von Fachwissen dient. Früher (ich kann mir nicht vorstellen, dass das auch heute noch so ist) wurde hier tatsächlich aus einem Fachbuch vorgelesen. Inzwischen werden auch digitale Medien dazu eingesetzt und Wert auf Interaktion gelegt, was bei einem „vollen Haus“ jedoch sehr schwierig ist. Zu manchen Vorlesungen wird auch ein Tutorium angeboten. 

Vorlesungsverzeichnis 

Das Vorlesungsverzeichnis (VVZ) beinhaltet das gesamte Lehrangebot der Universität in kommentierter Form mit Raum- und Zeitangaben. Die digitale Form ist häufig die aktuellere. 

Vorlesungszeit 

Die Vorlesungszeit ist die Zeit des Semesters, in der der reguläre Lehrbetrieb stattfindet. Also das Gegenteil der Semesterferien. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe W

Wahlpflichtfach 

In vielen Studiengängen gibt es Wahlpflichtfächer, d.h. aus einer Anzahl an Fächern muss eine Auswahl getroffen werden. 

Wartezeit 

In den zulassungsbeschränkten Studienfächern gibt es die Möglichkeit über eine Wartezeit doch noch einen Studienplatz zu erhalten. Das bedeutet, dass diejenigen, die die höchste Anzahl an Halbjahren nach dem Abitur „gewartet“ haben, die größten Chancen auf einen Studienplatz haben. Ein eingeschriebenes Wartesemester zählt jedoch nicht dazu. 

Weiterbildende Masterstudiengänge 

Diese sind nicht zu verwechseln mit den konsekutiven Masterstudiengängen, die direkt im Anschluss an den Bachelor Abschluss studiert werden. 

Die weiterbildenden Masterstudiengänge haben einen Bachelor Abschluss und eine mindestens 1jährige berufspraktische Erfahrung zur Voraussetzung. 

Workload (Neudeutsch) 

Das ist der Arbeitsaufwand der Studierenden an den Hochschulen. Es zählen nicht nur die reinen Unterrichtszeiten, sondern auch die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes, sowie die Vorbereitung auf die Prüfungen, sozusagen das gesamte Selbststudium dazu.

Gemessen wird dieser Aufwand in Leistungspunkten: Credits. Ein Credit entspricht ca. 30 Stunden. 

Studieren in Deutschland – Buchstabe Z

Zettel 

Der Zettel ist ein wichtiges Kommunikationsmittel an der Hochschule. Man findet ihn am „Schwarzen
Brett“ (Pinnwand), mit Job- und WG- Angeboten. Auch wer ein bestimmtes Seminar besuchen möchte, trägt sich auf einem Zettel ein. Was für eine „Zettelwirtschaft“! 

Zugangskriterien 

Für ein Studium an einer deutschen Hochschule gibt es formale Zugangskriterien wie z.B. die Hochschulreife, die es zu erfüllen gilt. 

Abhängig vom gewählten Studiengang sind auch Sprachkenntnisse, wie z.B. der TestDaF nachzuweisen oder Studierfähigkeitstests und Eignungsprüfungen zu bestehen. Weiterhin wird zwischen zulassungsfreien und zulassungsbeschränkten Studiengängen unterschieden, siehe auch Numerus Clausus. 

Zweitstudium 

Ein Zweitstudium ist ein weiteres Studium nach dem erfolgreichen Abschluss eines ersten Studiums. 

Bei einem Wechsel von einem Studiengang in einen anderen ohne einen erlangten Abschluss handelt es sich nicht um ein Zweitstudium. 

Ziele 

Der Weg ist das Ziel 

Konfuzius 

Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg 

Laotse 

 

Vermisst du etwas? Fallen dir noch mehr Stichwörter zu einem Studium in Deutschland ein? Möchtest du etwas ergänzen?

Wenn ja, dann nur her damit. Ich fülle gerne auf und schließe auch gerne die Lücken. Für Q, X und Y fehlen mir nämlich noch Stichwörter.

Lebe wunderbar, sei wunderbar,

deine Beatrix

 

Studieren in Deutschland

 

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