Bildbeschreibung mit Übungen

Die ultimative Anleitung der Bildbeschreibung 

Was ich dir in diesem Artikel zeigen werde, sind Redemittel, mit denen du Bilder, Fotos, Gemälde etc. so beschreiben kannst, so dass deine Gesprächspartner eine genaue Vorstellung von dem bekommen, was du gesehen hast.

Stell dir vor, du besuchst ein Museum und bist fasziniert von einem bestimmten Bild oder Gemälde. Danach triffst du dich mit Freunden und möchtest deine Begeisterung von diesem künstlerischen Werk weiter geben. 

Dazu benötigst du bestimmte sprachliche Redewendungen und Wortschatz, um das Bild beschreiben zu können. Im Folgenden zeige ich dir Redemittel, um ein Bild oder ein Foto zu beschreiben.

Die beste Methode um ein Bild zu beschreiben

Du erzählst als erstes, von wem das Werk ist, welchen Titel es hat und zu welcher Zeit es entstand. Das sind die Fakten. 

Zum Beispiel:

Das Bild, das mich so fasziniert hat, stammt von ……..       

Sie/Er hat es im Jahr …….. gezeichnet.

Und der Titel ist (speziell, ungewöhnlich, eigentlich banal …),

er lautet ….

 

Nun steigst du ein und nennst die offensichtlichen Dinge. Das, was du auf den ersten Blick erkennen kannst.

Siehst du eine Landschaft und/oder Personen und/oder Dinge?Bildbeschreibung

Und wo sind diese zu sehen?

 

Oder ist es ein abstraktes Bild?

Im Vordergrund ist ein ….

Im Hintergrund kann man … sehen.

In der Mitte steht / liegt ….

Rechts und links davon gibt es ….

 

Um das Bild oder Foto genauer zu beschreiben, benötigst du Adjektive um zu sagen, wie die Dinge sind. 

Zur genaueren Bildbeschreibung kannst du exemplarisch folgenden Wortschatz benutzen

Farbwörter: weiß, grau, schwarz, gelb, beige, rosa, orange, pink, hellrot, knallrot, hellblau, dunkelblau, königsblau, lila, violett, purpur, braun …farbig, bunt, glänzend, leuchtend …

Größe: klein, groß, riesig, zierlich, winzig, hoch, lang, dick, dünn, weit, tief, fein, schlank, zart, kümmerlich, mickrig, putzig …

Form: quadratisch, rund, rechteckig, gezackt, spitz, gewellt, breit, schmal …

Siehe dir zur Erweiterung deines Formwortschatzes auch die Selbstlernübung zu geometrischen Figuren  an (einfach anklicken und zuordnen):

Bildbeschreibung: Geometrische Figuren

Personen: Alter, Geschlecht, Körperstatur (hager, schlank, schmächtig, sportlich, muskulös, korpulent, übergewichtig …) Gesichtsfarbe (blass, gebräunt, gerötet …) Haarfarbe ( blond, brünett, rot, schwarz, grau, weiß …) Haare (lockig, gewellt, glatt, Zöpfe, Glatze, Geheimratsecken …) Bart (Vollbart, Kinnbart, Dreitagebart, Schnäuzer, rasiert …) Augen ( Augenfarbe, Augenform, Augenbrauen, Wimpern …) Kleidung (Hose, Rock, Kleid, Anzug, T-Shirt, Mütze, Kappe, Hut, Schuhe, Stiefel, Sandalen,  Jacke, Mantel …) Schmuck (Ohrring, Piercing, Halskette, Fingerring, Armreif …) Tätowierung, Utensilien (Handtasche, Brille, Koffer, Stock …) 

Siehe dir zur Erweiterung des Körperwortschatzes folgende Selbstlernübung zu Körperteilen an: 

Bildbeschreibung: Körperteile

 

Landschaft: Gebirge, Berg, Hügel, Fels, Meer, Strand, Fluss, Ufer, Bach, Rinnsal, See, Teich, Weiher, Steppe, Heide, Wüste, Sand, Wald, Regenwald, Tropen, Pflanze, Blume, Stiel, Dorn, Gebüsch, Busch, Baum, Zweig, Ast, Blatt, Gras, Weide, Stadt, Dorf, Gletscher, Eisberg …

Tiere: Säugetiere, Insekten, Raubtiere, Vögel, Reptilien, Nagetiere, Raupen, Schmetterlinge, Fische, Seesterne, Quallen, Haustiere, Nutztiere …

Natürlich gibt es noch viel, viel mehr zu beschreiben, wie z.B. das Wetter, und die unterschiedlichen (Blüh-) Pflanzen und und und

 

Doch nun kommen wir zu deinen Gefühlen. Du benutzt deine Augen nicht mehr. Du schaust nun nicht mehr nach außen, sondern nach innen.

Für die Bildbeschreibung gehst du jetzt nach innen und beschreibst deine Innenwelt

Du fragst dich, wie wirkt dieses Bild auf mich. Welches Gefühl löst es bei mir aus. Welche Stimmung vermittelt es bzw. ruft es hervor. 

Folgenden Wortschatz kannst du exemplarisch benutzen: 

Ruhe: ruhig, still, leise, friedlich, sanft, zart, entspannt, gemütlich, langsam, geordnet, harmonisch, unbeweglich, leidenschaftslos, glatt, starr …

Unruhe: lebendig, wild, dynamisch, leidenschaftlich, lebhaft, eindringlich, kraftvoll, farbenfroh, ausdrucksstark, anregend, spannend, stürmisch, heftig ….

Freude: paradiesisch, glücklich, freudig, fröhlich, liebenswert, lustig, hell, heiter, vergnügt, leicht, humorvoll, komisch, witzig, amüsant, übermütig …

Traurigkeit: traurig, melancholisch, betrübt, benommen, zaghaft, ängstlich, unglücklich, bedrückt, schwermütig, düster, niedergeschlagen ….

….

Zu einer Bildbeschreibung gehört auch deine Interpretation

Was wollte oder will der Maler oder Fotograf mit seinem Werk ausdrücken? Was will er vermitteln? Worum geht es ihm? Möchte er etwas in dir bewirken?

Da du dies natürlich nicht genau wissen kannst, wirst du Vermutungen anstellen:

Wahrscheinlich/ Möglicherweise/ Vielleicht/ Eventuell ….

Wenn ich es vergleiche mit …, dann ….

Ich (persönlich) denke/ glaube/ vermute/ nehme an, bin überzeugt, dass…

Es könnte sein, dass ….

Es erinnert mich an …

Ich finde es interessant, dass … 

Es wundert mich (nicht), dass … 

Ich habe (nicht) den Eindruck, dass …

 

Möglicherweise möchtest du das Bild/ Foto auch bewerten. Du hast dich intensiv mit dem Werk auseinandergesetzt und dir eine Meinung dazu gebildet, die du auch begründen kannst.

Bildbeschreibung: Meine Bewertung

Mir gefällt dieses Bild ausgesprochen / ausnehmend / besonders / sehr/ gar nicht / überhaupt nicht / gut, weil …

Dir ist sicherlich aufgefallen, dass du, um ein Bild, ein Foto genau beschreiben zu können, du es genau betrachten musst.

Ein flüchtiger Blick reicht nicht aus, um etwas anschaulich zu beschreiben, sowie einfach und klar wiederzugeben.

Im Prinzip ist es eine Kunst, etwas so zu beschreiben, dass beim Zuhörer ein Bild im Kopf entsteht. Und zwar ein Bild, das deinem nahe kommt.

Vielleicht hast du es auch geschafft, dass deine Zuhörer Lust bekommen haben, sich dieses Bild / Foto selbst einmal anzuschauen.

Alles in allem schlägst du mit einer Bildbeschreibung mehrere Klappen.

Mit einer Bildbeschreibung schärfst du nicht nur deine Wahrnehmungs- und  Beobachtungsgabe, sondern du wirst auch deutlich präziser in der Wahl deiner Worte und verständlicher für deine Zuhörer.

Zusätzlich vergrößerst und verfeinerst du damit deinen Wortschatz und dein Repertoire an Ausdrücken und Redewendungen.

 

Dies ist, wie du sicherlich schon bemerkt hast, ein klares Plädoyer für die Beschäftigung mit Bildbeschreibungen. Nicht allein um deine deutschen Sprachkenntnisse auf ein höheres Niveau zu heben. Auch der Spaß und die Freude, sich mit schönen Dingen zu beschäftigen, kommt dabei nicht zu kurz.

Ich wünsche dir viel Vergnügen dabei!

Warst du in letzter Zeit in einem Museum und hast ein interessantes Bild oder Gemälde gesehen? Gab es ungewöhnliche Details?

Berichte doch hier im Kommentarfeld über deine Erlebnisse und Erfahrungen.

Lebe wunderbar, sei wunderbar

Deine Beatrix

 

Die ultimative Anleitung der Bildbeschreibung

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