Planung eines Online Trainings

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Überlegst du noch, oder planst du schon? – Die 5  Phasen eines Online-Trainings

 

Planung eines Online-Trainings

Hast du schon eine Idee, welche Inhalte du in einem Online-Training vermitteln möchtest? Fragst du dich jedoch, wie deine Inhalte in ein Online-Training transferiert werden können? Wie du dein eigenes Online-Training planen kannst?

Ich zeige dir hier, wie

  • – aus deinen Ideen Realität werden kann

  • – aus deinem Wissen und Können Online-Trainings entstehen können

Jedes Online-Training beginnt mit einer Idee im Kopf. Diese Idee möchtest du jetzt online umsetzen. Wichtig ist, dass du dir über deine Trainingsziele im Klaren bist. 

Was möchtest du mit deinem Training erreichen, was sollen deine TeilnehmerInnen nach dem Training können? Bildschirmfoto 2015 05 23 um 17.01.43 300x268 Planung eines Online Trainings 

Zur Planung eines Online-Trainings sind deine Trainingsziele also das Wichtigste.

Bei der Planung dreht sich alles um die Ziele, was du mit deinem Training erreichen möchtest. Alles Weitere gruppiert sich darum herum. Das heißt, deine Vorgehensweise ist nicht zwingend an eine bestimmte Reihenfolge gebunden. 

Schau doch auch mal bei Simone Weissenbach vorbei. Sie beschäftigt sich in Ihrem Blog-Artikel „Was willst du eigentlich? Ziele im Online-Training SMART entwickeln“ mit der Zielfindung.

Es ist möglich, dass du bei deiner Planung eines Online-Trainings von der inhaltlichen Vorbereitung zur methodisch, didaktischen sowie zeitlichen und mentalen Planung hin und her springst. So kann es vorkommen, dass dir während der inhaltlichen Recherche ein Einfall zur Methodik kommt, und während du am Zeitplan bastelst, dir deine innere Einstellung zum Online-Training bewusster wird.

Wichtig ist, dass du bei deiner Planung eines Online-Trainings die verschiedenen Trainingsphasen beachtest.

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Denn jedes Online-Training besteht aus unterschiedlichen Phasen. Ganz grob können wir diese Phasen folgendermaßen charakterisieren:

1.) Die Kennenlern-Phase

In dieser Phase geht es darum, dass man sich gegenseitig vorstellt, wer macht in diesem Online-Training mit, wer ist dabei, welche Voraussetzungen bringen die einzelnen TeilnehmerInnen mit. Man lernt sich ein bißchen kennen, man wird „warm“ miteinander. Dafür gibt es verschiedene Methoden und Übungen, die unter dem Begriff „Icebreaker“ bekannt sind. Diese Phase ist nicht nur für die TeilnehmerInnen wichtig, sondern auch für die TrainerInnen, da sich erst einmal Alle auf gewisse Art und Weise „fremd“ sind. Durch die Icebreaker wird das „Eis“ im wahrsten Sinne des Wortes „gebrochen“, man kommt sich näher.

Die Bedeutung von Icebreakern, also Einstiegsübungen, zum Kennenlernen in einem Online-Training kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Sind Icebreaker in Präsenztrainings schon sehr wichtig um leichter und effektiver zusammen zu arbeiten, sind sie in Online-Trainings doppelt wichtig um ein vertrauensvolles und offenes Klima zu schaffen. 

Es ist somit ganz wichtig, dass sich die TrainingsteilnehmerInnen von Anfang an wohl fühlen und eine entspannte Atmosphäre geschaffen wird. 

 

2.) Die Input-Phase

Dies ist die Phase, in der du deine Inhalte vermittelst. Hier präsentierst du dein Wissen und unterstützt deine Teilnehmer. Das ist wofür du in erster Linie gebucht wirst, was von dir erwartet wird: 

  • Kenntnisse
  • Vermittlung des How to do it
  • Hilfestellung
  • Werkzeuge
  • Antworten
  • Fakten
  • Hintergründe

In dieser Phase zeigst du dein Expertentum in deinem Fach.

Expertentum meint in diesem Fall, dass du auf die Bedürfnisse und Wünsche deiner Kunden eingehen kannst.

Du bietest eine Lösung für ein spezifisches Problem an.

Deinen Input, deine Wissensvermittlung kannst du mit den verschiedensten Methoden und Werkzeugen präsentieren, sei es als Lernvideo, Podcast, Webinar, Arbeitsblatt und dergleichen mehr. Es gibt unzählige Möglichkeiten! Dazu berichte ich mehr in weiteren Artikeln. Im Moment möchte ich mich auf die einzelnen Phasen konzentrieren, auf die strukturelle Planung eines Online-Trainings.

3.) Die Reflexions-Phase

Wie der Titel dieser Phase schon verrät, geht es jetzt darum, dass der präsentierte Input überprüft und reflektiert wird, das neu erworbene Wissen verinnerlicht und integriert wird.

Deine TeilnehmerInnen werden in dieser Phase dazu angeleitet, über das Gehörte, Gesehene, neu Erfahrene nachzudenken, zu reflektieren:

  • Was wurde mir vorgestellt?
  • Kann ich es sofort verwenden?
  • Wie kann ich es nutzen?
  • Kann ich es modifiziert anwenden?
  • Wie machen das die Anderen?
  • Welche Hindernisse sehe ich?
  • Gibt es besondere Herausforderungen in meinem Fall?
  • Welche Umsetzungsmöglichkeiten sehe ich?
  • ….

4.) Die Transfer-Phase

Das vermittelte Wissen soll nicht reine Theorie bleiben, sondern angewendet werden, also auf den Weg gebracht wird. Deine TeilnehmerInnen sollen ins Tun kommen.

Du regst sie dazu an, die aufgezeigten neuen Möglichkeiten auszuprobieren, mit ihnen zu experimentieren, sie anzuwenden, zu modifizieren.

Ich nenne diese Phase auch gerne die „Bastel-Phase“, da hier an der Umsetzung der neuen Inhalte gearbeitet und gefeilt wird.

Gerade in dieser Phase ist es wichtig, sich gegenseitig auszutauschen. Besonders jetzt können alle viel voneinander profitieren, wenn die Möglichkeit gegeben wird, die eigenen, neuen Online Produkte vorzustellen und konstruktives Feedback einzuholen.

5.) Die Abschluss- und Auswertungsphase

Damit dein Online-Training ein wirklicher Erfolg ist, gehört ein Abschluss dazu, den du planen solltest. Ich habe es leider schon erlebt, dass ein Online-Training mit einem wirklich guten Inhalt leider einfach versickert ist, weil kein Abschluss durchgeführt wurde. Schade! Man könnte fast sagen: Verschenkt :-((

Es ist wesentlich, dass du deinen Teilnehmern einen Rückblick und Ausblick bietest. Einen Rückblick, indem du Revue passieren lässt, welche Schritte du in deinem Training gemeinsam mit deinen TeilnehmerInnen gegangen bist.

Einen Ausblick, indem du aufzeigst, wie es weiter gehen kann. Welche Vernetzungsmöglichkeiten es gibt, welche Formen der Weiterarbeit möglich sind. Denn dein Online-Training sollte nachhaltig sein, also weiterwirken.

Die folgende Skizze einen Trainingsplans kann dir helfen, dein Wissen und Können in ein Online-Training  zu transferieren. Sie hilft dir bei der Planung deines eigenen Inhaltes.

Ich habe dir bis hierher die Phasen eines Online-Trainings skizziert. Besteht dein Training aus mehreren Einheiten, sprich Modulen, dann fallen die Kennenlern-Phase und die Evaluations- und Abschlussphase nur einmal an und die Input-, Reflexions- und Transferphase wiederholen sich, wie du hier exemplarisch für ein 4 Module Online Training sehen kannst:

Bildschirmfoto 2015 05 23 um 17.18.06 300x183 Planung eines Online Trainings

 

Wendest du diese Skizze bei der Planung deines Online-Trainings an, dann wirst du bemerken, dass du deine Inhalte gut strukturieren und vermitteln kannst und dass sich dein Arbeitsaufwand in Grenzen hält.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Planung eines Online-Trainings liegt in der Handhabung der Trainingsphasen. Hast du die Phasen einmal verinnerlicht, dann fällt die Planung nicht mehr schwer.

 

Welche verschiedenen Methoden und Werkzeuge du für die einzelnen Phasen verwenden kannst, erfährst du  in meinen nächsten Artikeln.

Es bleibt also weiterhin spannend!

Bleibe dran und diskutiere mit mir über deine Erfahrungen. Über einen Austausch mit dir freue ich mich!

Herzliche Grüße

Beatrix

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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